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- Das III. Bataillon ( Richtfunk/Kabelbau) -


Das Batallion hatte folgende Struktur:
Bataillonsstab
eine Kompanie Richtfunk mit 3 Zügen
eine Kompanie Kabelbau und Fernsprech/Fernschreib mit 2 Zügen
eine Ausbildungskompanie mit 3 Zügen ab den 80ger Jahren

Die Kabelbau und Fernsprech/Fernschreib-Kompanie:

hatte die Aufgabe Feldkabel-Linien zu unter allen Lagen und Geländebedingungen zu bauen- um Führungsstellen und Feldnachrichtenzentralen an der Nachrichtennetz anzuschalten.
Der Fernsprech u. Fernschreibzug stellte die Fernsprech-und Fernschreibverbindungen einer Feldführungsstelle sicher durch Betrieb einer Fernsprech-Feld-Vermittlungsstelle sowie einer Feld-Fernschreibzentrale.

Feldkabellinien wurden neben Richtfunkverbindungen im Nachrichtensystem zur Herstellung von Nachrichtenverbindungen zwischen Nachrichtenzentralen verschiedener Diese Feldkabellinien hatten Fernsprech und Fernschreibverbindungen als auch TF-Übertragungssignale ( Kanalbündel) störungsfrei und ununterbrochen zu übertragen.
daher mussten sie zwangsläufig unter allen Gefechtslagen unabhängig vom Gelände oder Wetter den Nachrichtenbetrieb gewährleisten..
Für den Einsatz von TF oder WT Kanalbündel mussten die Kabellinien eine hohe Übertragungsgüte garantieren.
Damit waren Standhaftigkeit und Betriebsbereitschaft der Feldkabellinien von der Güte des Verlegens und des ausbaues sowie vom Zustand des Verlegegerätes abhängig.

Das Verlegen der Feldkabel erfolgte zu Fuß oder vom Kfz mit Kabelverlegeeinrichtung.
Vorteil der Drahtnachrichtenverbindungen der Feldkabel gegenüber Richtfunkverbindungen oder Funkverbindungen besteht auch heute noch in der höheren Qualität und der höheren Sicherheit der Nachrichtenübertragung.
Nachteil der Feldkabelverlegung ist der hohe Kraft-und Zeitaufwand zur Kabelverlegung und die hohe Verletzlichkeit der Kabel durch Kampfhandlungen.

Zum Einsatz kamen Leichte Feldleitung ( LFL) und Leichte Feldkabel ( LFK) sowie Feldverbindungskabel ( FFK) oder Feldfernkabel.

Im Jahre 1975 wurde der Kabelverlegegerätesatz KVGS für FFK-250 im NR-14 eingeführt.

Die Feldfernsprechvermittlung erfolgte ab 1963 auf Basis des Vermittlungsgerätes OB-62 ( des VEB RFB Fernmeldewerk Apolda) in der Ausbaustufe OB-62/60 - mit 60 Fernsprechteilnehmern auf einem Basisfahrzeug.
Dieses System arbeitete im Zweischnursystem zur Gesprächsvermittlung zwischen den Teilnehmern.
Zum Anschluß geeignet waren OB-Endapparate, ZB-Endapparate und Wählverbindungen.

Der mobile Fernschreibtrupp wurde ab 1970 im Gerätesatz GS-237 betrieben.
Er bildete eine Endstelle für fünf Fernschreibmaschinen ( T-51/ T-63).
Der Anschluss erfolgte über Feldkabelverbindungen.
Der GS-237 ermöglichte dann den Anschluss von 10 Fernschreibverbindungen und war zusätzlich mit der Fernschreibvermittlung KTG-10D ausgestattet.
Damit konnten dann auch externe Fernschreibteilnehmer miteinander verbunden werden.

Die Richtfunkkompanie:
Die Richtfunk sowie TF/WT Gerätetechnik war auf Gerätesatz mit Fahrzeug LO 1800 untergebracht.
Anfangs russ. Richtfunktechnik wurde ab 1972 durch DDR-Produktion der Geräte RT-415/417 ersetzt. Mit diesem Gerät konnten 4 Übertragungskanäle zur Nutzung kommen.
Gekoppelt mit einem Gerät TTF-4 konnten 8 Kanäle übertragen werden.

Dieses Gerät TTF-4 kam auch zur Mehrfachausnutzung von Kabellinien mit Bildung von Kanalbündel zum Einsatz. Es konnten 4 Fernsprechkanäle bei einem TTF-4 Gerät und 8 Fernsprechkanäle bei Kopplung von zwei TTF-4 ( V8-Betrieb) Geräten im Kanalbündel übertragen werden.

Gleiches war bei Wechselstromtelegrafie ( Fernschreib) möglich. Zum Einsatz kam anfangs das Gerät WTT-6 in Amplitudenmodulation und wurde ersetzt durch MWT-6 in Frequenzmodulation.

Zudem wurde auf dem Gerätesatz ein Allverstärker TAV-70 nachgerüstet. Dieses Gerät konnte für NF-Fernsprechleitungen die aus sehr langen Kabelstrecken entstehende Dämpfung des Übertragungssignals ( Gesprächspartner zu leise) ausgleichen sowie verschiedene Möglichkeiten der Rufübertragung als Frequenz(Ton)ruf gewährleisten.

Im Jahre 1978 wurden Neubauten in der Kaserne übernommen und bezogen. Durch das III. Bataillon wurde ein Gesamtgebäude bezogen und damit waren dann der Batallionsstab und alle Kompanien in einem Gebäude untergebracht.

Blick auf U-Gebäude

In Vorbereitung der Übernahme des NR-14 zur Bundeswehr wurde eine ab 05.10.90 geltende Arbeitsgliederung 1 vereinbart. Vorbereitend auf diese Arbeitsgliederung 1 wurde das III. Bataillon bereits im September 1990 aufgelöst und die Reststrukturen in das Funkbataillon und das NF-Ausbildungsbaitallon eingegliedert.
Arbeitsgliederung 1

Mit dem 03.10.1990 wurde das III.Bataillon damit als solches NICHT in die Bundeswehr übernommen auch NICHT 1991 mit dem II. Bataillon zum "Fm- Bataillon beweglich" umgebildet.
Jenes Bataillon wurde zum 01.10.1991 aufgelöst.

   
  Letzter Kommandeur III.Bataillon: OSL Schumann

Daten:
letzter Tarnname: Volksstamm 73
Fon S1: 2306-373

Organigramm Struktur Mitte der 80ger

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