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- Nachrichtenregiment-14 -

 
 
- Der Gefechtsstand Briesen -
 
 
 
         
  „Kommen wir nun mal zu einem der damals noch best gehüteten Geheimnisse der LSK/LV 1989. In den Wendezeiten ab 1989 wurde ja eine angebliche Militärreform publik. Es sollte umorganisiert werden und Kosten sollten gespart werden. Angeblich gab es ja keine Feinde für die DDR ! So kam man auf die Idee, das umfangreiche Objekt Ranzig aufzugeben als Führungsstelle des Kdo LSK/LV und dann ganz aus dem NVA verschwinden zu lassen. Die Frage war- wo die Rückwärtige Führungsstelle LSK/LV, den Führungspunkt Ersatzwesen und insbesondere die Ausweichführungsstelle des FO FMTFK dann untergebracht werden sollte.

Die NVA war damals an der Auflösung von MfS Führungsstellen beteiligt und ein kluger Kopf hatte auf einmal Verwendung für die bis dahin tätige Ausweichführungsstelle der MfS Bezirksverwaltung Frankfurt/Oder in Briesen bei Frankfurt/Oder.

Sollte es zu Beginn noch der MfS Bunker Treplin sein, so folgte dann bald der Bunker Briesen.
   
  Also wurden durch das NBA der Bunker Briesen nachrichtentechnisch als LSK/LV Führungsstelle vorbereitet. Mit dem Ziel, ab 1990 dort die RFS LSK/LV, den FüP Ersatzwesen UND die Führungsstelle FOFMTFK unterzubringen.

Im Vergleich zu Ranzig hätten dann die Offiziere des Kommandos und des Führungsorgans dort sehr beengt unter gekommen. Es gab keine abgetrennten verschlossenen Bereiche. Auch die Nachrichtenzentrale hätte keinen abgeschlossenen Bereich. Eine Wand wäre wegen der notwendigen Luftzirkulation nicht möglich gewesen.

Manche bezeichen dieses Vorhaben als Wendeschnellschuss der Militärreform. Es sollte ja etwas abgerechnet werden nach alter DDR- Manier

Unweit des Bunker Briesen gab es das Forsthaus Madlitz. Heute Hotelanlage Madlitzer Mühle. In dieser Anlage befanden sich DDR Typenbauten für Bungalow und darunter FB-3 als abgesetzte Sendestelle. Auch diese Sendestelle sollte in Nutzung kommen.

   
  Die Einbindung des Objektes Briesen in das LSK/LV Nachrichtennetz stellte sich als Problem dar. Denn es mussten Richtfunkverbindungen neu geschaffen werden. Der Richtfunkmast in Briesen sollte aber nicht zu sehen sein.

Die Deutsche Post konnte fast keine Anforderungen an Drahtnachrichtenverbindungen erfüllen.
   
 
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