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- Nachrichtenregiment-14 -

 
 
- das "Gedeckte Ortsnetz"- GON im Kdo LSK/LV --
 
 
 



         
  SAS Fernsprechverbindungen ( Ferngespräche über verschlüsselte Nachrichtenverbindungen) wurden in der Regel für Ferngespräche mit Geheimhaltungsgrad zu unterschiedlichen Dienststellen genutzt. Der Nutzer konnte bei abheben des Fernsprechapparates nur die SAS-Vermittlung erreichen und sich mit einem Gesprächspartner einer anderen Dienststelle verbinden lassen. Für Telefonate in der eigenen Dienststelle musste das herkömmliche Objekttelefonnetz genutzt werden , mit der Einschränkung, dass dort nur Gesprächsinhalte ohne Geheimhaltung geführt werden konnten.
Dieses führte letztendlich zu Einschränkungen im Dienstbetrieb, oder aber auch zu Verstößen gegen Geheimhaltungsbestimmungen. Um hier eine Abhilfe herbeizuführen, wurde durch die SAS Zentrale der KNZ/NBA ein System entwickelt, welches auch Ortsgespräche mit Geheimhaltungsstatus ermöglicht und zudem zur Entlastung des SAS Vermittlungspersonals auch Gespräche in anderen LSK/LV Dienststellen ermöglicht. Dieses System wurde über einen langen Zeitraum von den zuständigen Stellen des MfNV und des MfS geprüft.
Im Jahr 1985 konnte dann dieses System als "Gedecktes Ortsnetz"
( kurz: GON) in Betrieb gehen, da die enstsprechenden Geheimhaltungsstandards eingehalten wurden.
   
  Wie wurden diese Ziele erreicht ? Zuerst wurden ein neues Objektkabelnetz mit SAS Sicherheitsstandards gebaut. Der Hauptverteiler wurde im Bereich der SAS u. Chiffrierzentrale (SCZ) untergebracht. Dieses Objektkabelnetz hatte keine Verbindungen zum herkömmlichen offenen Kabelnetz. Zur Herstellung des Selbstwählbetriebes wurden 2x MSN 70 im Bereich der SCZ in Betrieb gesetzt. Die Teilnehmerseiten dieser MSN konnten in das neue GON-Objektkabelnetz geschalten werden. Die Fernseiten liefen in die SAS Zentrale und dort über die Verschlüsselungsgeräte. Damit war auch auf der Fernseite ein ungebetenes Mithören ausgeschlossen. Nutzer / Teilnehmer dieser GON Anlage waren besonders berechtigte und bestätigte Nutzer, mit Weitergabe von Mitteilungen unter Geheimhaltungsbedarf. Die Nutzer konnten sich im Objekt gegenseitig anrufen und waren zudem in der Lage, im Selbstwählbetrieb den ZGS, die Stäbe und Gefechtsstände der 1. und 3. LVD zu erreichen, da dort adäquate MSN-70 GON betrieben wurden. Im Grunde war das GON lediglich ein Stabsnetz über besonders gesicherten Kabel. im Objekt selbst waren die Gespräche nicht verschlüsselt.
Der Betriebsdienst erfolgte nach gesonderter Vorschrift: GON-Betriebsdienst

Dabei war zu beachten, dass ein vermitteln von GON (SAS)-Teilnehmern im selben Objekt nicht gestattet war.

   
     
 

Als Telefonapparat wurden im GON die DDR üblichen Geräte " Variant" eingesetzt unter Abänderung des Schaltplanes.